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Deutsches Wirtschaftsbüro Taipei: Informationsveranstaltungen über Geschäftsmöglichkeiten in Taiwan.
Das Deutsche Wirtschaftsbüro Taipei lädt in verschiedenen Städten Deutschlands zu Informationsveranstaltungen über Geschäftsmöglichkeiten in Taiwan ein. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungsformate der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs) können Unternehmen individuelle Beratung zu Marktchancen, Partnerschaften, Investitionsmöglichkeiten sowie rechtlichen und steuerlichen Fragen und globalen Diversifizierungsstrategien erhalten.
Die Geschäftsführerin des Deutschen Wirtschaftsbüros Taipei, Dr. Eva Langerbeck wird für kostenlose Einzelgespräche zur Verfügung stehen.
Termine & Orte:
Berlin: 14.–15. April (Einzelgespräche)
Dresden / Chemnitz: 15.–17. April (Außenwirtschaftstag Sachsen)
Hannover: 20.–22. April (Hannover Messe)
Berlin: 22.–24. April (Joint Business Council)
Neu-Ulm: 24.–25. April (Deutsch-Taiwanischer Wirtschaftsausschuss)
SEMI: Keine Chip-Lieferengpässe durch Nahostkrieg
Taiwans Halbleitersektor rechnet derzeit nicht mit unmittelbaren Lieferunterbrechungen infolge des Konflikts im Nahen Osten. Allerdings stellen steigende Materialkosten — insbesondere bei Helium — eine Herausforderung dar. Die Stilllegung von LNG- und Heliumanlagen in Katar hat die Preise nach oben getrieben, doch Taiwans diversifizierte Beschaffung und verstärktes Recycling tragen dazu bei, die Versorgung stabil zu halten. SEMI Taiwan erklärt, dass die Chiphersteller seit der Pandemie widerstandsfähiger geworden sind. Selbst wenn sich die Spannungen innerhalb weniger Wochen abschwächen, stehen die Unternehmen weiterhin unter Druck durch höhere Rohstoffkosten sowie langfristige Herausforderungen wie die Sicherung grüner Energie zur Erreichung der RE100-Ziele.
Trotz dieser Schwierigkeiten prognostiziert SEMI, dass der weltweite Halbleiterumsatz in diesem Jahr 1 Billion US-Dollar erreichen wird, angetrieben durch die Nachfrage nach KI und stark steigende Speicherpreise.
Monatslöhne steigen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent — stärkster Anstieg seit 16 Jahren
Die durchschnittlichen Monatslöhne in Taiwan verzeichneten im Januar das schnellste Wachstum seit fast 16 Jahren: Die regulären Löhne stiegen um 2,9 % auf 48.819 NT$, während der Medianlohn um 2,61 % auf 39.136 NT$ zunahm. Auch die Beschäftigung wuchs um 82.000 Stellen, hauptsächlich im Dienstleistungssektor und in der Hightech-Industrie. Die höchsten regulären Einkommen wurden im Finanz- und Versicherungssektor erzielt, während das Gastgewerbe und die Lebensmittelbranche hinterherhinkten.
Trotz insgesamt stabiler Lage warnten Behörden, dass geopolitische Spannungen und handelspolitische Maßnahmen der USA die wirtschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Aussichten Taiwans beeinflussen könnten.
Umsatz des Southern Taiwan Science Park erreicht 2,86 Milliarden NT$
Der Southern Taiwan Science Park erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,86 Milliarden NT$, angetrieben durch die weltweit stark steigende Nachfrage nach KI-Technologien und fortschrittlichen Halbleiterprozessen. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von über 34 % und ist das zweite Jahr in Folge mit mehr als 30 %, womit der Park weiterhin vor den Science Parks in Hsinchu und Zentral-Taiwan liegt. Aufgrund der starken industriellen Dynamik wird erwartet, dass die Einnahmen in diesem Jahr die Marke von 3 Milliarden NT$ überschreiten.
Beamte in Tainan führen das Wachstum auf ein starkes Halbleiter-Cluster rund um TSMC zurück, unterstützt durch lokal angesiedelte Zulieferer entlang der gesamten Wertschöpfungskette, darunter Material- und Waferhersteller. Der Park beherbergt zudem große Anlagenbauer wie ASML und hat Investitionen von Wistron und AMD angezogen. Die Stadt plant, weiterhin Investitionen anzuziehen und die Integration von KI voranzutreiben.
Wirtschaftsministerium: CPC übernimmt 3,3 Milliarden NT$ an Treibstoffkosten angesichts der Nahostspannungen
Das staatliche Unternehmen CPC Corp hat innerhalb von zwei Wochen Treibstoffkosten in Höhe von 3,3 Milliarden NT$ übernommen, um angesichts der Spannungen im Nahen Osten die Inlandspreise zu stabilisieren. Im Rahmen des taiwanischen Preisstabilisierungsmechanismus übernimmt CPC mindestens 60 % der Kostensteigerungen, während ausgeweitete Steuersenkungen die Abgaben auf Benzin und Diesel reduziert haben. Behörden erklärten, dass die Treibstoffversorgung stabil bleibe, einschließlich der Importe von Flüssiggas (LPG), und dass die Regierung bereit sei, CPC finanziell zu unterstützen, falls die globalen Ölpreise weiterhin schwanken.
Die Landwirtschaftsbehörden berichteten zudem, dass Taiwan über Vorräte an Rohstoffen für Düngemittel für sechs bis acht Monate verfügt, die aus Regionen außerhalb des Nahen Ostens bezogen werden, um Risiken zu verringern. Die Versorgung mit Stickstoff, Kalium und Phosphatgestein dürfte bis Ende 2026 gesichert sein, auch wenn höhere Transportkosten zu Preissteigerungen führen könnten.