Wirtschaft bleibt stark, aber Rund 3.800 Arbeitnehmer in Kurzarbeit und andere BizNews

Wirtschaft bleibt stark, aber Rund 3.800 Arbeitnehmer in Kurzarbeit und andere BizNews

Author: Ilon Huang,Rti March 17, 2026 Duration: 0:00

Taiwans Raumfahrtbehörde plant Raketen-Forschungszentrum in Tainan
Taiwans Raumfahrtbehörde plant die Errichtung eines Raketenforschungs- und -entwicklungszentrums in Shalun (Tainan). Der Baubeginn ist für nächstes Jahr vorgesehen, die Fertigstellung bis 2029. Die Einrichtung soll Raketenkomponenten entwickeln, vollständige Trägerraketen montieren und Tests durchführen – ein bedeutender Schritt hin zu einer eigenen Startkapazität.
Derzeit ist Taiwan bei Satellitenstarts auf ausländische Unternehmen wie SpaceX angewiesen. Künftig sollen 25 bis 28 Meter lange Raketen entwickelt werden, die bis 2034 Satelliten mit einem Gewicht von 200 Kilogramm transportieren können. Das mit 3,38 Milliarden NT$ ausgestattete Projekt hat bereits das Interesse von mehr als 50 lokalen Unternehmen geweckt. Die Behörde betont zudem, dass das Zentrum nur minimale Umweltauswirkungen haben werde.

Rund 3.800 Arbeitnehmer in Kurzarbeit.
Rund 3.800 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Taiwan arbeiten derzeit in Kurzarbeit. Mehr als 70 Prozent der betroffenen Unternehmen nennen US-Zölle als wichtigen Grund für die reduzierte Arbeitszeit.
Nach Angaben des taiwanischen Arbeitsministeriums meldeten 240 Firmen Kurzarbeit für insgesamt 3.839 Beschäftigte. Die Zahl der Unternehmen ist im Vergleich zum letzten Bericht Anfang März zwar leicht gesunken, die Zahl der betroffenen Beschäftigten ist jedoch um 69 gestiegen.
Besonders stark betroffen ist die Industrie. Dort haben 187 Unternehmen mit insgesamt 3.475 Beschäftigten ihre Arbeitszeit reduziert – das entspricht etwa 90 Prozent aller Fälle. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes trifft es vor allem die Metall- und Elektromechanikbranche. Allein in diesem Bereich sind 149 Firmen und 2.672 Beschäftigte betroffen, viele davon in der Maschinen- und Anlagenproduktion.
Laut Arbeitsministerium berichten 184 Unternehmen mit rund 2.800 Beschäftigten, dass US-Zölle ihre Auftragslage verschlechtert haben. Dabei handelt es sich überwiegend um kleine und mittelständische Betriebe.
Die Regierung betont jedoch, dass die meisten Firmen ihre Arbeitszeit vor allem wegen sinkender Inlands- und Exportaufträge reduziert haben. Andere internationale Faktoren, etwa der Konflikt im Nahen Osten oder neue US-Handelsuntersuchungen, hätten bisher noch keine direkten Auswirkungen auf die aktuellen Zahlen.

Taiwans Wirtschaft bleibt stark
Taiwans Wirtschaft könnte auch in diesem Jahr ein stark bleiben. Nach Angaben des Nationalen Entwicklungsrats besteht eine gute Chance, dass der wirtschaftliche Frühindikator weiterhin im sogenannten „roten Bereich“ bleibt, der für eine boomende Konjunktur steht.
Der Indikator zeigte bereits zwei Monate in Folge ein rotes Signal. Im Januar stieg der Gesamtwert um einen Punkt auf 39. Hauptgrund für die positive Entwicklung ist vor allem der Technologiesektor, der weiterhin eine wichtige Rolle für Taiwans Wirtschaft spielt. 
Der Minister des Nationalen Entwicklungsrats Yeh Chun-hsien erklärte vor dem Parlament, dass insbesondere steigende Investitionen großer Cloud-Dienstanbieter die Nachfrage nach taiwanischen Technologieexporten weiter ankurbeln könnten. Dadurch könnten sich auch die Exportzahlen stabil entwickeln. Nach Prognosen der taiwanischen Statistikbehörde könnte die Wirtschaft in diesem Jahr um rund 7,7 Prozent wachsen. Yeh zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Ziel unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen erreichbar ist. Gleichzeitig warnen Politiker vor möglichen Risiken, etwa durch neue US-Zölle oder geopolitische Spannungen. Die Regierung führt deshalb bereits Gespräche mit den USA über Handelsfragen. Auch steigende Ölpreise infolge der Konflikte im Nahen Osten könnten die Wirtschaft belasten. Laut Regierung sollen jedoch nationale Mechanismen zur Preisstabilisierung mögliche Auswirkungen abfedern.

Preise für Benzin und Diesel bleiben unverändert.
Die Preise für Benzin und Diesel in Taiwan bleiben in der kommenden Woche unverändert. Grund dafür ist ein staatlicher Preisstabilisierungsmechanismus, der steigende Energiepreise auf dem Weltmarkt abfedern soll.Der staatliche Raffineriekonzern CPC Corporation teilte mit, dass die Preise an seinen Tankstellen stabil bleiben. Ein Liter Benzin mit 92 Oktan kostet weiterhin 28,90 Taiwan-Dollar, 95 Oktan 30,40 Dollar und 98 Oktan 32,40 Dollar. Premium-Diesel liegt bei 28,10 Dollar pro Liter. Auch der private Anbieter Formosa Petrochemical Corporation will ähnliche Preise anbieten.

Hintergrund sind steigende internationale Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges. Ohne staatliche Eingriffe hätten die Preise deutlich steigen können. Nach Angaben des Unternehmens wären Benzin und Diesel sonst um umgerechnet bis zu etwa 30 Cent pro Liter teurer geworden. Stattdessen übernimmt der Staat einen Teil der Kosten, um die Treibstoffpreise im regionalen Vergleich niedrig zu halten.
Auch bei den Strompreisen setzt die Regierung vorerst auf Stabilität. Anpassungen sollen erst bei der regulären Preisüberprüfung in der zweiten Jahreshälfte geprüft werden.


Ilon Huang führt durch die täglichen Entwicklungen in der Welt der Wirtschaft, ohne dabei in trockene Analysen zu verfallen. Dieser Business News Podcast von RTI bietet mehr als nur Börsenkurse und Konjunkturdaten. Es geht um die Geschichten hinter den Zahlen, um die Menschen in den Unternehmen und die politischen Entscheidungen, die unsere Märkte prägen. Jede Folge bringt aktuelle Meldungen in einen größeren Zusammenhang und zeigt, wie wirtschaftliche Trends unseren Alltag in Gesellschaft und Kultur beeinflussen. Man hört Ilon Huang mit der nötigen Sachkenntnis, aber immer zugänglich, sodass komplexe Themen verständlich werden. Ob es um globale Handelsströme, innovative Start-ups oder die Auswirkungen der Wirtschaftspolitik geht-dieser Podcast liefert den notwendigen Hintergrund, um die Nachrichten des Tages besser einordnen zu können. Ein regelmäßiger Besuch bei dieser Sendung hilft, die wirtschaftlichen Kräfte zu verstehen, die hinter den Schlagzeilen wirken und unseren Alltag stetig verändern.
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