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Zementunternehmen TCC plant stärkere Expansion in Europa
Der taiwanische TCC-Konzern plant eine stärkere Expansion in Europa. Das Unternehmen sieht dort wachsende Nachfrage nach Infrastrukturprojekten, CO₂-armem Zement und Energiespeicherlösungen.
TCC befindet sich im Wandel vom klassischen Zementhersteller hin zu einem Anbieter nachhaltiger Baustoffe und grüner Energietechnik. Nach einem Verlust von umgerechnet rund 350 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr – unter anderem durch einen Brand in einer Batteriefabrik – setzt der Konzern auf neue Technologien. In Tainan wurde eine Pilotanlage für moderne Batterien eröffnet, die unter anderem Hersteller von elektrischen Fluggeräten beliefern soll.
Europa ist bereits der wichtigste Markt für TCC und macht rund ein Drittel des Zementgeschäfts aus. Wachstumstreiber sind vor allem Stadterneuerungsprojekte und klimafreundliche Bauweisen.
Auch im Energiesektor baut das Unternehmen seine Präsenz aus – etwa mit Ladestationen für Elektroautos und Energiespeichern, die Strom effizient zwischenspeichern und bei Bedarf bereitstellen.
Taiwans PMI fällt im März, bleibt aber im Expansionsbereich
Taiwans Einkaufsmanagerindex ist im März gesunken, bleibt aber weiterhin im Wachstumsbereich. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut CIER mitteilte, fiel der PMI um 3,1 Punkte auf 55,4. Hauptgrund sind die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten, die zu steigenden Preisen bei petrochemischen Rohstoffen geführt haben.
Trotz des Rückgangs profitiert Taiwans Industrie weiterhin von der weltweit starken Nachfrage nach Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz. Während Auftragseingänge und Produktion deutlich nachgaben, verbesserten sich Lieferzeiten und Lagerbestände.
Im Dienstleistungssektor zeigt sich hingegen ein stabiler Aufwärtstrend: Der entsprechende Index stieg leicht auf 54,3 und liegt damit bereits den 13. Monat in Folge über der Wachstumsschwelle.
Sorgen bereitet jedoch der Blick in die Zukunft. Der Geschäftsausblick für die kommenden sechs Monate hat sich sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor eingetrübt. Experten gehen dennoch davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts begrenzt bleiben könnten.
Taiwan sichert petrochemische Versorgung angesichts des Kriegs im Iran
Das taiwanische Wirtschaftsministerium koordiniert sich mit großen Petrochemieunternehmen, um trotz der durch den Krieg im Iran verursachten Störungen eine stabile Versorgung mit Kunststoff-Rohstoffen sicherzustellen. Abgeordnete berichteten, dass einige Hersteller und Landwirte unter Engpässen oder steigenden Preisen für Kunststoffmaterialien leiden, was Forderungen nach Maßnahmen gegen Hamsterkäufe und Preismanipulation auslöste. Die Behörden erklärten, dass Exporte gestoppt wurden, um den Inlandsbedarf zu priorisieren.
Auch das Gesundheitsministerium überwacht Versorgungsrisiken, da einige medizinische Materialien Preissteigerungen von bis zu 20 % verzeichnet haben und sich internationale Lieferungen verzögern. Formosa Plastics erklärte, die Versorgung sei bis April stabil, könnte sich danach jedoch ändern, und warnte, dass volatile Rohölpreise die Preisfestlegung für nachgelagerte Kunden erschweren.
Taiwans Chipdesign-Firmen wollen vom wachsenden Satellitenmarkt profitieren
Taiwanische IC-Design-Unternehmen sehen neue Chancen, da der Markt für Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) in eine Phase schnellen Wachstums eintritt. Auf der Messe „Satellite 2026" in Washington betonten Branchenführer, dass sich LEO-Satelliten von ergänzenden Netzwerken zu kritischer Infrastruktur entwickeln, was die Nachfrage nach fortschrittlichen HF- und Kommunikationschips antreibt.
Taiwanische Unternehmen positionieren sich mit unterschiedlichen Strategien, um diesen wachsenden Sektor zu erschließen. Elan und Uniband testen neue HF-Chips für LEO-Satellitenantennen, während Unternehmen wie RichWave und Rafael sich auf satellitengestützte Anwendungen wie WLAN, Fahrzeugempfänger und TV-Upgrades konzentrieren.
Taiwans Thunder Tiger präsentiert Technologie auf deutscher Drohnenmesse
Thunder Tiger präsentiert auf der Xponential Europe in Deutschland seine drohnenbezogenen Technologien ohne chinesische Komponenten, darunter unbemannte Fluggeräte, unbemannte Wasserfahrzeuge, Glasfaser-Übertragungssysteme und KI-gestützte Schwarmsteuerung. Die verteidigungsorientierten Drohneninnovationen stehen dabei im Mittelpunkt der Messe. Die Overkill-FPV-Drohne des Unternehmens, das erste taiwanische Modell auf der US-amerikanischen „Blue UAS Cleared List", verfügt über eine zertifizierte sichere Lieferkette und eine Glasfaserübertragung mit einer Reichweite von 20 km zur Reduzierung elektromagnetischer Störungen.
Das Unternehmen stellte außerdem ein KI-System vor, das autonome Aufklärungs- und Angriffsmissionen mit Drohnenschwärmen ermöglicht – eine Fähigkeit, die in der asymmetrischen Kriegsführung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das Unternehmen plant, die Zusammenarbeit mit dem taiwanischen Verteidigungsministerium und dem NCSIST zu vertiefen, um seine UAVs und USVs weiter zu testen und zu verbessern.