„Rock gegen Hass“ – Ausstellung zum Openair in Lengnau
Toleranz und Akzeptanz von Minderheiten hat eine lange Tradition in Lengnau. Bis ins 19. Jahrhundert war das Dorf mit Endingen die einzige Ortschaft in der Schweiz, wo sich jüdische Personen dauernd niederlassen und eigene Gemeinden gründen durften. Dies ist mit ein Grund, warum das Dorf vor über 30 Jahren Schauplatz eines speziellen Openairs wurde.
Unter dem Label „Rock gegen Hass“ fanden in den 1990er-Jahren sechs Musikfestivals in Lengnau statt und setzten ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung und für Frieden, Akzeptanz und Toleranz. Später zog es das Open Air sogar nach Zürich, Locarno und Leipzig. Mit dem Verein „Open Hearts“ brachten die Initianten von Rock gegen Hass, Sidney und Ursy Weill, Konzerte für mehr Menschlichkeit danach sogar nach Tirana, Sarajevo, Belgrad und auf den Bundesplatz in Bern.
Die Ausstellung „Musik baut Brücken“ zeigt diese Geschichte von Lengnau bis auf den Bundesplatz auf, anhand von Archivmaterial. Mit Erinnerungsstücken wie Plakaten und Zeitungsausschnitten sowie einem Film in Gedenken an Sidney Weill, hat Ursy Weill mit ihren Kindern Kim und Steven eine kleine Reise durch die Geschichte ins Dorfmuseum Lengnau gebracht.
Am 23. und 24. Mai kann die Ausstellung im Dorfmuseum Lengnau noch besichtigt werden.
Mehr Infos auf domus-lengnau.ch
Verwendete Tonausschnitte: Echo der Zeit vom 18.06.1994, Tagesschau Hauptausgabe vom 16.06.1996, Archivmaterial aus der Ausstellung.
Korrektur: Der Ausschnitt am Schluss ist aus dem Jahr 1994
Sendung vom: 15.05.2026
Redaktion: Lino Bühler
Moderation: Giulia Zaccardo
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