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Foxconn und Teco schließen sich zusammen, um KI-Rechenzentrumskapazitäten auszubauen
Die taiwanischen Technologiegiganten Foxconn und Teco Electric & Machinery haben eine strategische Allianz angekündigt, um ihre Infrastrukturkapazitäten für künstliche Intelligenz (KI) in Rechenzentren zu stärken. Die Partnerschaft, die durch einen Aktientausch formalisiert wird, der vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung voraussichtlich im vierten Quartal 2025 abgeschlossen sein wird, wird das Know-how von Teco im Bereich Elektromechanik mit den Stärken von Foxconn im Bereich KI-Server und IKT kombinieren. Foxconn wird einen Anteil von 10 % an Teco erwerben, während Teco einen kleinen Anteil an Foxconn halten wird, sodass beide Unternehmen ihren globalen Kunden umfassende, modulare Rechenzentrumslösungen anbieten können. Die Allianz zielt darauf ab, die Entwicklung modularer KI-Rechenzentren mit Schwerpunkt auf Fertigungsintegration und schneller Markteinführung zu beschleunigen. Beide Unternehmen betonten, dass die Partnerschaft im Einklang mit den globalen Trends zu kohlenstoffarmen, intelligenten Industrien und einer widerstandsfähigen Lieferkette steht. Diese Zusammenarbeit baut auch auf ihrer früheren Kooperation im Bereich Energieeinsparungen und Emissionsreduzierung in Fabriken auf und unterstreicht ihr gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit und Innovation.
Taiwan unterstützt Landwirtschaft und Fischerei mit 18 Milliarden NT$ nach US-Zollentscheidung
Als Reaktion auf die Einführung von 20 %igen US-Zöllen auf taiwanische Agrar- und Fischereiexporte hat das taiwanische Landwirtschaftsministerium ein 18 Milliarden NT$ (562,5 Millionen US$) schweres Hilfsprogramm aufgelegt, um den betroffenen Branchen zu helfen. Die Initiative bietet finanzielle Hilfe, verbesserte Darlehenssubventionen und Maßnahmen zur Marktdiversifizierung, um die Wettbewerbsfähigkeit angesichts der Zollherausforderungen zu stärken.
Zu den konkreten Maßnahmen gehören erhöhte Darlehenszinszuschüsse, Finanzmittel für Kühlkettenausrüstung und den Bau von Gewächshäusern für die Blumenzucht sowie Subventionen für die Produktion, Verarbeitung und Qualitätszertifizierung in den Bereichen Edamame, Tee, Aquakultur und Meeresfischerei. Das Ministerium plant außerdem Werbeveranstaltungen, um den Binnenkonsum anzukurbeln und den Marktzugang für taiwanische Landwirte und Fischer zu erweitern.
Fitch bestätigt „AA”-Rating für Taiwan mit stabilem Ausblick
Fitch Ratings hat Taiwans langfristiges Länderrating mit „AA” bestätigt, was ein Beweis für die starke Finanzpolitik, das wettbewerbsfähige Geschäftsumfeld und die soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten der Insel ist. Die Steuereinnahmen Taiwans übertrafen im vergangenen Jahr die Erwartungen, während die Staatsausgaben unter dem Budget blieben, was zu einem Haushaltsüberschuss führte. Die Agentur lobte auch Taiwans niedrige Schuldenquote, die bis 2027 voraussichtlich weiter auf rund 27 Prozent sinken wird, und hob die außergewöhnlich starke Netto-Gläubigerposition der Insel hervor, die zu den höchsten weltweit zählt. Fitch räumte zwar gewisse Risiken aufgrund der US-Zölle und globaler Unsicherheiten ein, bleibt jedoch hinsichtlich der Aussichten für Taiwan optimistisch und prognostiziert ein stetiges Wirtschaftswachstum und anhaltende fiskalische Stabilität. Der Bericht unterstreicht Taiwans Fähigkeit, Herausforderungen dank einer umsichtigen Regierungsführung und einem robusten Handelsüberschuss effektiv zu bewältigen, wodurch die Insel trotz externer Gegenwinde gut für künftiges Wachstum positioniert ist.
Phoenix verdoppelt Investitionsausgaben angesichts wachsender Nachfrage nach KI
Das taiwanische Unternehmen Phoenix Silicon International, der weltweit zweitgrößte Anbieter von wiederaufbereiteten Wafern, plant, seine Investitionsausgaben für 2025 auf 7,9 Milliarden NT$ (264 Millionen US$) zu erhöhen, was mehr als einer Verdopplung des ursprünglichen Budgets entspricht. Das Unternehmen rechnet damit, dass die monatliche Produktion von wiederaufbereiteten Wafern in diesem Jahr um 35 % auf 850.000 Wafer steigen wird, wobei die Kapazität im nächsten Jahr um weitere 41 % zunehmen soll. CEO Tony Tsai führte dieses Wachstum auf die steigende Nachfrage nach KI und Hochleistungsrechnern zurück.
Phoenix meldete für das erste Halbjahr 2025 einen fast doppelt so hohen Nettogewinn, wobei der Gewinn pro Aktie auf 1,91 NT$ stieg und sich die Bruttomarge auf 35 % verbesserte. Das Unternehmen stellte fest, dass die Produktion fortschrittlicher KI-Chips, darunter die kommenden 2-Nanometer-Chips von TSMC, zu einem höheren Verbrauch an wiederaufbereiteten Wafern führen wird, was Phoenix für ein starkes Wachstum positioniert.