TSMC schließt mindestens zwei Kunden aus und andere BizNews

TSMC schließt mindestens zwei Kunden aus und andere BizNews

Author: Ilon Huang,Rti November 5, 2024 Duration: 0:00

TSMC schließt mindestens zwei Kunden aus

Wie kürzlich bekannt wurde, fanden die Halbleiterexperten von Techinsights in Huaweis KI-Beschleuniger Ascend 910B Chips von TSMC. Eigentlich hatte TSMC 2020 die Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen aufgrund der US-Sanktionen gegen Huawei eingestellt. Seitdem untersucht TSMC, wie dennoch dies aus der 7-nm-Fertigung in den gegen Nvidias A100 positionierten Beschleuniger gelangen konnten. Einige Verdächtige sollen bereits ausgemacht sein: Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei Asia berichtet, soll TSMC die Geschäftsbeziehungen zu mindestens zwei Kunden beendet haben. Die sollen durch einen Anstieg ihrer Bestellmengen aufgefallen sein. Bei einem davon soll es sich um das chinesische Unternehmen Sophgo handeln, das KI-Beschleuniger für Edge-Anwendungen und RISC-V-Prozessoren entwickelt und vertreibt. Allerdings dementierte Sophgo umgehend und drohte Klagen an. Offizielle Bestätigungen seitens der betroffenen Unternehmen liegen nicht vor, alle Berichte berufen sich auf informierte, aber ungenannte Quellen. Aber es gibt laut Medienberichten andere Anhaltspunkte, wie die TSMC-Chips in Huawei-Produkte gelangten. Und zwar nicht bei Sophgo, sondern bei Bitmain, einem Unternehmen, das eigentlich für Beschleuniger zum Minen von Kryptowährungen bekannt ist. Laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft New Taipei City finanzierte Bitmain über ein verzweigtes Geflecht von Tochterfirmen die Wisecore Technology Corporation und IC Link Limited. Diese Verbindungen wurden den taiwanischen Behörden verschwiegen, beide Firmen ließen im Auftrag von Bitmain bei TSMC fertigen. Ein ähnliches Konstrukt könnte bei Sophgo vorliegen, das, wie Bitmain, von Micree Zhan gegründet wurde, der mit Mining-Chips zum Milliardär wurde.

Denkfabrik hebt Taiwans BIP-Wachstumsprognose für 2024 auf 3,96% an

Laut einer Prognose des Chung-Hua Wirtschaftsforschungsinstituts wird die taiwanische Wirtschaft im Jahr 2024 voraussichtlich um etwa 3,96 % wachsen, was 0,15 Prozent höher als vorherige Schätzungen ist. Diese Entwicklung werde durch eine starke interne Nachfrage und eine anhaltende Exportdynamik, insbesondere im Bereich der KI-Industrie, unterstützt. Der Direktor des Instituts, Lien Hsien-Ming (連賢明), betonte, dass die interne Nachfrage und Investitionen jeweils 1,5 und 0,77 Prozentpunkte zum Wachstum beitragen werden, während die Exporte etwa 0,89 Prozentpunkte ausmachen. Für 2025 wird ein langsameres Wachstum von 3,03 % prognostiziert, da geopolitische Risiken und eine stagnierende globale Wirtschaft anhalten würden. Inflationsbedingt werde der Verbraucherpreisindex für das Jahr 2024 einen Anstieg von 2,17 % aufweisen. 2023 lag das Wachstum bei 2,49 %. Es sei das dritte Jahr in Folge, in dem das Wachstum des Verbraucherpreisindexes bei über 2 % liegt. Für 2025 wird eine Steigerung des Verbraucherpreisindexes von etwa 1,96 % erwartet. Lien wies darauf hin, dass das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen Auswirkungen auf die taiwanische Wirtschaft haben könnte, insbesondere wegen der Zins- und der Industriepolitik. Dennoch werde erwartet, dass die taiwanische Halbleiterindustrie, insbesondere im Bereich KI, weiterhin stark bleiben und somit die negativen Auswirkungen begrenzt würden.

Taiwans Arbeitslosenquote fällt auf 24-Jahres-Tief

Nach Angaben des taiwanischen Statistikamtes (DGBAS) sank die Arbeitslosenquote in Taiwan im September auf 3,43 % und damit auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren. Das Statistikamt führte dies u.a. darauf zurück, dass die sogenannte Saison der Schulabschlüsse zu Ende gegangen sei und sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt stabilisiert habe. Dies bedeutete einen Rückgang um 0,05 Prozentpunkte gegenüber August und stoppte den dreimonatigen Anstieg in Folge. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 7.000 auf 412.000, was auf einen Rückgang sowohl bei den unzufriedenen Arbeitnehmern als auch bei den erstmaligen Arbeitssuchenden zurückzuführen sei. Der Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund von Unternehmensschließungen oder -verkleinerungen stieg jedoch leicht auf 101.000 an. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg auf 3,38 % und damit den zweiten Monat in Folge an. Die Jugendarbeitslosigkeit blieb mit Quoten von 12,14 % bei den 20- bis 24-Jährigen und 9,88 % bei den 15- bis 19-Jährigen hoch. Das Statistikamt rechnet mit einer weiteren Verbesserung im Oktober, sofern keine unvorhergesehenen Änderungen eintreten.

CPC beginnt mit Bohrung von Taiwans erster geothermischer Tiefbohrung

Die Academia Sinica und die CPC Corporation begannen am 21. Oktober in Yuanshan, Yilan, mit der Bohrung von Taiwans erster geothermischer Tiefenbohrung. Wirtschaftsminister Kuo Jyh-huei erklärte, dass Taiwans geothermisches Potenzial bis zu 40 GW erreichen könnte, wobei die Erschließung von bis zu 1.000 Bohrungen geplant ist. Der Präsident der Academia Sinica, James Liao, wies darauf hin, dass die Identifizierung von Wärmequellen aufgrund der begrenzten Explorations- und Bohrtechnologie schwierig sei. In Zusammenarbeit mit dem CPC setzten Geologen und Ingenieure fortschrittliche Techniken wie Magnetotellurik und seismische Bildgebung ein, um ein 3D-Modell des unterirdischen Reservoirs zu erstellen und den Standort nach zwei Jahren Forschung zu bestätigen. Die geothermischen Ressourcen Taiwans, die sich auf dem Pazifischen Feuerring befinden, bieten eine stabile, wetterunabhängige Energieversorgung. Die CPC plant, im Jahr 2024 1,68 Mrd. NT$ (52,5 Mio. US$) für die Exploration des Geländes bereitzustellen, wobei vier Bohrungen vorgesehen sind.


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