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Wirtschaftsministerium genehmigt Investitionen von Google in Höhe von 27 Milliarden NT$
Das taiwanische Wirtschaftsministerium hat zwei Anträge des US-Technologiekonzerns Google genehmigt, insgesamt rund 27 Milliarden NT$ (ca. 780 Millionen Euro) in Taiwan zu investieren. Ziel ist der Ausbau von Datenverarbeitung sowie halbleiterbezogenen Geschäftsbereichen.
Rund 25,34 Milliarden NT$ sollen über die Tochtergesellschaft Fructan Holdings Singapore in Datenverarbeitung und elektronische Informationsdienste fließen. Weitere 1,74 Milliarden NT$ investiert Google über Connectds Singapore in halbleiterbezogene Beschaffungen.
Details nannte das Ministerium nicht, doch Medien berichten, dass die Mittel unter anderem zur Schuldentilgung im Cloud-Geschäft sowie für ein Rechenzentrum im Changbin-Industriepark genutzt werden. Zudem plant Google ein weiteres Rechenzentrum in Tainan zur Stärkung seines KI-Geschäfts.
Taiwan spielt laut Google eine zentrale Rolle für KI-Entwicklung. Darüber hinaus genehmigte das Ministerium weitere Investitionen, darunter ein Engagement von KKcompany sowie ein Auslandsprojekt von Compal Electronics.
Taiwanischer Aktienmarkt überholt Großbritannien und belegt weltweit Platz 7 nach Marktkapitalisierung
Der taiwanische Aktienmarkt hat Großbritannien überholt und ist nun gemessen an der Marktkapitalisierung der siebtgrößte der Welt. Angetrieben wurde dieser Aufstieg vor allem durch eine starke Rallye bei Technologiewerten. Die gesamte Marktkapitalisierung erreichte NT$ 130,8 Billionen (etwa 3,7 Billionen Euro), wobei sich der TAIEX rasch von volatilitätsbedingten Schwankungen im Zusammenhang mit dem Nahen Osten erholte und wiederholt neue Höchststände erreichte.
Analysten zufolge unterstützen Taiwans enge Verknüpfung mit der Nachfrage nach KI-Hardware sowie anhaltende Investitionen den Kapitalzufluss, angeführt von Rekordkursen des Schwergewichts TSMC. Alleine in diesem Monat konnte Taiwans Markt um etwa 16 % zulegen, gestützt durch intensiven Handel mit Halbleiter- und optoelektronischen Aktien.
Taiwanisches Cybersicherheitsunternehmen für Halbleiter eröffnet Büro in Tschechien
Das taiwanische Cybersicherheitsunternehmen Jmem Technology Co. hat ein Büro in Brünn (Tschechische Republik) eröffnet, mit dem Ziel, die Stadt zu seinem europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum auszubauen.
Der Schritt baut auf der Zusammenarbeit im Rahmen des Advanced Chip Design and Research Center auf, einer taiwanisch-tschechischen Initiative zur Förderung von Halbleiterforschung und Fachkräfteausbildung. Zudem unterzeichnete Jmem eine Absichtserklärung mit dem Czech National Semiconductor Cluster, um die Kooperation im Bereich der Halbleiter-Cybersicherheit sowie bei internationalen Standards zu stärken. Dies unterstreicht die enger werdenden bilateralen Beziehungen und die Bemühungen zur Sicherung globaler Lieferketten.
ASE übernimmt Werk von Innolux in Tainan zur Erweiterung der Halbleiter-Packaging-Kapazitäten
Das taiwanische Halbleiterunternehmen Advanced Semiconductor Engineering Inc, kurz ASE übernimmt für NT$ 14,85 Milliarden, umgerechnet etwa 400 Millionen Euro, ein Werk von Innolux im Southern Taiwan Science Park, um seine Kapazitäten im Bereich fortschrittlicher Chip-Verpackung für KI und Hochleistungsrechner auszubauen. Die 185.000 Quadratmeter große Anlage wird hochdichte Packaging-Technologien unterstützen, die Leistung und Wärmeableitung verbessern. ASE finanziert zudem die Verlagerung der Ausrüstung.
Die Übernahme ist Teil einer umfassenden Expansionsstrategie von ASE, die Investitionen in Höhe von NT$ 224 Milliarden, eine neue Fabrik in Kaohsiung mit Eröffnung im Jahr 2027 sowie die Schaffung von 3.000 Arbeitsplätzen umfasst. Der Wissenschaftspark bleibt ein zentraler Halbleiterstandort, während Innolux Vermögenswerte veräußert und TSMC den Bau einer neuen Generation von Fabriken für fortschrittliche KI-Chips vorbereitet.
Taiwan bezieht nun 60 % seines Rohöls aus den USA
Taiwan hat seine Abhängigkeit von Rohölimporten aus den Vereinigten Staaten deutlich erhöht. Diese machen inzwischen etwa 60 Prozent der gesamten Versorgung aus, erklärte Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin (龔明鑫) am Mittwoch.
Laut einem Bericht des Ministeriums aus dem Jahr 2024 stammten zuvor etwa 30 Prozent der Rohölimporte aus den USA, während der Großteil aus dem Nahen Osten bezogen wurde. Kung erklärte vor einem Parlamentsausschuss, dass Beschaffung und Transport von Rohöl trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten stabil bleiben. Er sagte, dass bis Ende April vier Öltanker erwartet werden, gefolgt von weiteren vier bis fünf Schiffen im Mai. Zudem wies Kung darauf hin, dass das staatliche Unternehmen CPC Corp., Taiwan sowie die Formosa Petrochemical Corp. ihre Transportrouten angepasst haben. Die meisten Lieferungen umgehen inzwischen den Persischen Golf und verlaufen stattdessen über das Rote Meer und andere Exportwege. Taiwan verfügt derzeit über Rohölreserven, die etwa 140 Tage des Verbrauchs abdecken, fügte er hinzu.