Traditionelles Zigarrendrehen im Schloss Hallwyl
Zigarren gelten heute als edles Luxusprodukt. Sie werden gerne mit Spirituosen wie Whisky und Cognac zelebriert und sind fast schon ein Statussymbol. Das war allerdings nicht immer so. Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren Zigarren in vielen Regionen ein alltägliches Genussmittel, auch für einfache Leute. Besonders auf dem Land gehörte das Rauchen teilweise zum sozialen Alltag. Gerade im 19. Jahrhundert wurden Zigarren vielfach von Hand gerollt. Die Zigarrenherstellung war damals ein klassisches Handwerk, wobei man als Zigarrendreherin oder Zigarrendreher gut davon leben konnte.
Der Kanton Aargau spielte damals ebenfalls eine zentrale Rolle in der Schweizer Tabakindustrie. In über 60 Betrieben stellten Menschen Zigarren her. Nach und nach wurden diese traditionellen Arbeitsschritte von Maschinen verdrängt, und die meisten Fabriken verschwanden – genau wie das alte Handwerk des Zigarrendrehens. Heute kann man im Schloss Hallwyl Zigarrendreherinnen dabei live zusehen, wie sie traditionell von Hand Zigarren beziehungsweise Stumpen anfertigen.
Moderation: Lino Bühler
Redaktion: Zsofia Szekely
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